Missionsarbeit in der Ukraine

Die Anfänge

In Krasne, einem mittelgroßen Dorf gelegen an der Westgrenze der Ukraine – 60km von Lvov entfernt, entstand in den 90er Jahren durch die Bekehrung von Mikola Nester und den darauffolgenden regelmäßigen Besuchen der Brüder aus Deutschland eine kleine Hausgemeinde.

In Zusammenarbeit mit einigen Gemeinden aus Deutschland wurden Missionsfahrten nach Lvov und Krasne durchgeführt. Die Brüder besuchten Gefängnisse und Kinderheime. Bei den Evangelisationen haben sich einige der ehemaligen Verbrecher zu Gott bekehrt.

In den Jahren ist auch die Gemeinde in Krasne herangewachsen. Es wurde ein altes Verwaltungsgebäude gekauft, das in den folgenden Jahren mit Hilfe der Gemeinden aus Deutschland ausgebaut wurde.

Im April 2009 wurde das neu renovierte Gemeindehaus eingeweiht. Auch aus dem Kinderheim Miljatino haben sich einige Jugendliche bekehrt, die dann später im Gemeindehaus untergebracht wurden.

Um der Arbeit Kontinuität zu verleihen, wurde Bruder Harri Huttenlocher von den Brüdern aus Deutschland nach Krasne entsandt. Hausbesuche, Hilfe an Bedürftigen, Krankenbesuche und Gemeindebau waren und sind bis Heute ein Teil der Aufgaben von Harri Huttenlocher. Dazu kam noch die Arbeit im Reha Zentrum.

Weshalb Mission in der Ukraine?

Die Ukraine ist ein zerrissenes Land, besonders in wirtschaftlicher Hinsicht. Die soziale Schere klafft hier extrem auseinander, es gibt einen krassen Gegensatz zwischen wenigen Superreichen und vielen Superarmen. Die Armen haben kaum Geld für die nötigsten Lebensmittel, für Kleidung und Arzt reicht es schon oft nicht mehr. So flüchten sehr viele in kriminelle Geldbeschaffungsmaßnahmen und in Alkohol.

Welchen Strudel an Nebenwirkungen dies mit sich bringt, zeigen die ruinierten Familien, die alleingelassenen Kinder und das Elend in den Krankenhäusern.

Zu Alkohol und Drogen greifen zwei Typen Mensch: den einen geht es zu gut, sie leben im Überfluss und trinken aus Langeweile oder weil sie einen Kick suchen. Die anderen, vor allem in ländlichen Regionen lebend, sehen keinen Ausweg aus ihrer verarmten Situation: Keine Bildung, kein Beruf, kein Geld. Dies setzt sich seit Generationen fort und verschleiert jegliche Hoffnung auf Besserung.

Diese Spirale der Perspektivlosigkeit wollen wir mit Gottes Hilfe durchbrechen.

Unsere Tätigkeiten

  • Mission in Krankenhäusern, um den Kranken und Altgewordenen Gottes Trost zu spenden.
  • Mission im Kinderheim und von Straßenkindern, um schon den Kleinsten Gottes Liebe auf ihren Weg mitzugeben.
  • Therapie suchterkrankter Menschen im Rehazentrum.
  • Wir führen Gottesdienste durch und veranstalten Jugendfreizeiten, Kranke besuchen wir zu Hause, Schwache und Arme erhalten Hilfestellungen im Alltag. Spenden werden regelmäßig in die Ukraine gebracht und verantwortungsvoll verteilt.
  • Ein weiterer großer Zweig der Missionsarbeit in der Ukraine stellt das recht neue Rehabilitationszentrum dar. Hier werden Alkohol- und Drogenabhängige therapiert und nach erfolgreicher Teilnahme in ein resozialisiertes Leben entlassen. Die Therapie erfolgt nicht nach psychologischen Methoden und kurativen Lehrsätzen: hier gilt ausschließlich Gottes Wort und Gebet als Medizin. Strenge Disziplin, ein engmaschig strukturierter Tagesablauf sowie klare Regeln helfen den Rehabilitanten, sich in einen normalen Alltag einzufinden.
  • Im Wirtschaftlichem Bereich hat das Rehazentrum sich das Ziel der Selbstversorgung gestelt. Die Tierzucht als auch die landwirtschaftlichen Tätigkeiten haben sowohl therapieunterstützende Funktionen, dienen aber auch dazu, die Kosten gering zu halten.

Was ist entstanden?

Das Gemeindehaus in Krasne wurde renoviert. Es enthält einen Gemeindesaal, einen Kinderraum sowie Küche und sanitäre Anlagen. Im ersten Obergeschoss sind Räume, in denen einige Jugendliche aus dem Kinderheim untergebracht sind, die das Heim nach vollendetem 18. Lebensjahr verlassen mussten. Die Atmosphäre ist familiärer, liebevoller und entspannter. Von diesen Jugendlichen haben vier bereits eine Familie gegründet, einer absolviert eine solide Berufsausbildung, ein anderer studiert.

files/artikel/logo.pngDas Rehabilitations-Projekt in Turjia wurde begonnen. Fertiggestellt sind das Wohnhaus und die Scheune; Gemüsegarten und eine kleine Tierzucht sind angelegt. Erste Rehabilitanten waren da und konnten die Therapie nach sechs Monaten erfolgreich beenden. Einige von ihnen blieben in der Gemeinde in Krasne und gründeten eigene Familien. Die Dorfbewohner bemerkten natürlich die umgewandelten Persönlichkeiten und zeigten daraufhin Interesse an unserer Lehre. Etliche besuchen die Gemeinde in Krasne als auch in Turjia.

Wofür brauchen wir Unterstützung?

Zur Bearbeitung der drei großen Felder benötigen wir einen Traktor. Ein funktionierender Gebrauchter ist völlig ausreichend. Falls jemand eine Sachspende organisieren kann, wären wir überaus glücklich, doch sind wir auch für finanzielle Hilfe sehr dankbar.

Die Kapazitäten des Rehazentrums müssen erweitert werden: handwerkliche oder finanzielle Hilfe benötigen wir zur Errichtung eines Verwaltungsraumes, eines weiteren Schlafraumes sowie zum Ausbau des Dachgeschosses für weiteren Wohnraum.

Gleiches gilt für den Ausbau des Stalles; durch ihn wird die Zucht des Nutzviehs effektiver
Landwirtschaftliche Geräte müssen beschafft werden. Fortwährend brauchen wir eure Unterstützung im Gebet für das Gelingen der Rehabiliations- und Missionsarbeit.

Herzlichen Dank sagen wir all den Gemeinden, die sich bereits finanziell an diesem Projekt beteiligten, als auch den Personen, die durch ihr handwerkliches Geschick und profundes Know-How bei den Ausbauarbeiten halfen, sowie den Betern, durch die wir Gottes Segen immer wieder erlebten.

Hilfe für Missionsarbeit in der Ukraine

Konto-Nummer: 8 263 450
Bankleitzahl: 666 500 85
Kreditinstitut: Sparkasse Pforzheim Calw
Verwendungszweck: Spende Ukraine

Bitte geben Sie ihre Privatadresse an, damit Sie eine Spendebescheinigung erhalten.

Weiterführende Links

Rehabilitationszentrum in Turjia: http://dimsvitla.com/de/
Wikipedia Ukraine: http://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine